Antje Schönau

Bilder

Kleinformat

Skulpturen

Grafik

Vita

Texte

Aktuell

Nägel mit Köpfen

Impressum

Datenschutz

 

fremd zwischen himmel erde meer

 

es findet sich wirres zeug zusammen

ich versteh’s nicht und fühle mich damit heimisch..

es ist mein grundgefühl

ein in die welt kommen.

nach all den jahren des davon

bedroht und bedrängtwerdens

und des befragens

gibt es akzeptanz.

je mehr dazukommt an unverständnis

für die zusammenhänge

desto mehr akzeptanz

meine äusserungen auch noch dazu zu tun

darüber.

das gesicht des bildes überrascht mich

weil es wie von selbst entsteht -

gleich einem inneren monolog im ungerichteten zeitfeld.

authentische und komplexe zusammenhänge

geben dem jetzt eine form.

“geredet” wird über das gleiche in vielfalt:

woher komme ich - wohin gehe ich - wozu das alles ..

die Suche nach solidarität und trost

führt mich zu anderen lebewesen

und geschichten aus der geschichte

die mir eine nische bieten.

 

Antje Schönau, im April 2002

Antje Schönau - Fremd zwischen Himmel Erde Meer

Woher kommt die Kunst?

Mit einem fachkundigen Freund pflege ich seit Jahren die Kontroverse, woher wohl die Kunst komme. Er vertritt die Ansicht, dass die Kunst von der Kunst kommt. Dem ist zu erwidern, dass es in der Tat leider oft diesen Anschein hat. Aber es gibt Kunst, die einen Inhalt hat ausser dem Kunstbetrieb und über das hinaus, wovon wir in der Zeitung lesen,- doch der Reihe nach.

Der Anfang ist, zu verstehen dass man nicht versteht und zu verstehen dass man nicht verstanden wird. Was machen die da? Was wollen sie alle nur? Was soll das? Und weiter: Woher komme ich? Wohin gehe ich? wozu das alles? Lebensfragen seit Menschen denken, sie nicht zu verlieren heisst fertige Antworten verweigern, das ist mühsam, man braucht triftige Gründe um selbst zu suchen: Schmerz, Enttäuschung, bald noch Erschöpfung, Resignation, Depression.

Die Zeit rast. Unverständliches bildet Geschichten, schichtet Bilder, versuchsweise denken wir: ist es so oder so? Es gibt kein richtig - es gibt nur alles. Die Lust auf Vielfalt und bisweilen das Vertrauen: es geht, aus der eigenen Welt hinaus, in die Welt hinein und zurück.

Das grosse Staunen beginnt früh, nicht verstehen, gefährlich ist alles und auch lustig. Es gibt die Hölle, es gibt die Sprachlosigkeit. Zur Welt kommen - zur Sprache kommen? Vielleicht, - bis es diese einem wieder verschlägt. Und weiter? Sich in das Grundlose der eigenen Seele stürzen? Gibt es einen besseren Weg um unglücklich zu sein?

Umherirren, die Odyssee. Trauer und Trost. der Erlöser? Die wiedergefundene Welt? Wer solches glaubt zu verstehen, wird nicht viel Verstand haben. Muss ich mich ewig wundern wie die Affen, wie der traurige gefangene Mandrill?

Antje Schönau wird gegenständliche Malerei zeigen, die in frappierenden Verkürzelungen bildlich schildert, was es bedeutet, ein Lebewesen sein zu müssen,- besonders intensiv die Bildnisse: traurig und böse. Rätzelwesen  Mensch, welches war noch gleich das gefährlichste aller Tiere?

Eine Sicht jedenfalls ertragen nur die Tapfersten: Fremd zwischen Himmel Erde Meer das Leben.  Daher kommt die Kunst.

Text: Burkhard Hilgenstock

anlässlich einer Ausstellung im Westwerk e.V. 2002

Text von Claudia Hoffmann anläßlich der Ausstellung “Köpfe” im Kunstverein Gartow

 Das Boot

Gleitet

Von hier nach da

Gibt Schutz

Ist ein Haus

In Bewegung

Auf dem Fluß

Des Lebens

 Wird getragen

Und trägt

Zu neuen Ufern

Bis zur Grenze

Des Lebens

   Über den Styx

Text von Antje Schönau

anlässlich einer Ausstellung von Boot-Skulpturen  “KUNST UNTERWEGS” Rahlstedter Kulturtage 2010

 

Text von Antje Schönau

anlässlich der Ausstellung OHNE WEGE

mit Sabina Simons